Lawinenhunde freuen sich über Frau Holle`s Einsatz

Jänner 2018

Vier Tage lang wurde St.Martin am Tennengebirge zur Heimat der Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel Salzburg. Die ergiebigen Schneefälle der letzten Tage sorgten für perfekte Trainingsbedingungen.

 
 

Über ein Meter Neuschnee erwartete die Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel Salzburg, als die Teams am Donnerstag-Morgen im Pongau eintrafen. 20 Hunde warteten freudig darauf, fiktiv verschüttete Personen im Schnee zu suchen und auszugraben. Vom wenige Monate altem Junghund bis zum erfahrenen Einsatzhund war alles mit dabei. „Hier in St. Martin finden wir jedes Jahr super Bedingungen vor. Einerseits rund um die Donnerkogel Bergbahnen, die uns jedes Jahr optimale Suchgebiete herrichten, andererseits mitten im Ort St.Martin. Sowohl die Skilifte als auch die Gemeinde unterstützen uns voll. Das ist für unsere kleine ehrenamtliche Organisation immens wichtig“, weiß Carolin Scheiter. Sie selbst wohnt in St. Martin und ist für die Ausbildung der Hunde verantwortlich.
Während die erfahrenen Teams die Schneemaßen voll ausnutzten und Menschen bis zu vier Meter unter dem Schnee vergruben, machten einige Hunde ihre ersten Schritte im Schnee.  Um ein einsatzfähiges Team zu werden, müssen Hund und Herrchen, respektive Frauchen jedoch mehr können.

Nicht nur Suchen und Graben
Zu einem vollwertigen Ausbildungskurs gehört eben nicht nur das Suchen und Ausgraben von verschütteten Personen. Auch die Hundeführer und Hundeführerinnen mussten sich in Theorie und Praxis fortbilden. Um die Teams in Sachen „Risikomanagement“ zu schulen war Dr. Jens Badura, Bergretter der Dienststelle Salzburg-Stadt, vor Ort. In einem packenden Vortrag und einer offenen Diskussionsrunde brachte er alle Hundeführer auf den neuesten Stand. Neben der Schulung der alpinen Kenntnisse, allen voran das immerwährende Üben mit dem LVS-Gerät und der richtigen Sondiertechnik, wurde ein Wetterfenster für eine gemeinsame Schitour genutzt. „Es ist wichtig, dass speziell die jungen Hunde das richtige Aufsteigen und Abfahren im freien alpinen Gelände erlernen. Nicht bei jedem Einsatz steht ein Hubschrauber oder andere Transportmittel zur Verfügung. Wenn dem eben so ist, müssen die Suchteams zum Unfallort aufsteigen“, erklärt Alpinausbilder Sepp Bucher. 

Kursberichte in den Medien  
Salzburger Nachrichten
Salzburg 24