Sucheinsätze am Untersberg und in Leogang

Mai 2017

 
 

Ereignisreiche Tage liegen hinter uns - bei den Sucheinsätzen vom 30. und 31. Mai am Untersberg und in Leogang leider mit traurigem Ausgang. Ein 47-jähriger Oberösterreicher war am 30. Mai zu einer Wanderung am Untersberg aufgebrochen. Nach einem Absturz in unwegsamem Gelände abseits der Hauptwege konnte er zwar selbstständig einen Notruf absetzen, seinen genauen Standort aber nicht angeben. Danach brach die Verbindung ab. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften suchte bis spät in die Nacht nach dem Vermissten. Am Morgen des nächsten Tages wurde die Suche wieder aufgenommen. Gegen 14 Uhr konnte der Vermisste unweit des Grödiger Törls leider nurmehr tot aufgefunden werden.

Auch in Leogang nahm ein zweitätiger Sucheinsatz nach einem vermissten 28-jährigen Tiroler ein trauriges Ende. Der Leichnam des abgestürzten Bergsteigers wurde am Einstieg zum Klettersteig auf das Fahnenköpfl per Handyortung gefunden. Ursprünglich hatte der junge Mann seine Angehörigen über eine geplante eine Tour auf das Birnhorn informiert, er dürfte seine Pläne aber kurzfristig geändert haben. Als er am Abend nicht zurückkehrte, alarmierte seine Schwester die Rettungskräfte. Nach den beiden Todesfällen appellieren die Einsatzkräfte an Wanderer und Bergsteiger: „Immer zu Hause, bei Quartiergebern oder Freunden mitteilen, wohin man genau geht, und wann man zurück sein will“, sagt Ernst Schörghofer, Ortsstellenleiter der Bergrettung Grödig.

Schnelle Entwarnung gab es bei einem Sucheinsatz nach einer jungen Urlauberin am 17. Mai. Das Mädchen hatte beim Ausstieg aus der Untersberg-Seilbahn seine Eltern aus den Augen verloren und war in den falschen Bus eingestiegen. Sie wurde wohlbehalten in der Stadt Salzburg aufgefunden, der Einsatz wurde abgebrochen.