Training im Schatten der Mandlwand

 

Februar 2019

17 Hund-Hundeführer-Teams der ‚Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel Salzburg‘ reisten aus dem gesamten Bundesland an um rund um das Arthurhaus in Mühlbach/Hochkönig ihre monatliche zweitägige Übung abzuhalten. Am Ende des Kurses darf sich das Bundesland über einen zusätzlichen einsatzgeprüften Lawinenhund freuen.

 
 

Die Schneemengen am Fuße der bekannten Mandlwand ist, wie jedes Jahr, auch heuer enorm. „Wir fanden perfekte Bedingungen für unseren Kurs vor. Nachdem es so viel Schnee gab, mussten wir keine künstlichen Lawinenfelder präparieren, was für eine gute Ausbildung natürlich optimal ist“, erklärt Ausbildungsleiterin Carolin Scheiter. In zwei verschiedenen Gruppen wurde gesucht, gegraben und natürlich gefunden. Die Einsatzhunde, bzw. diejenigen die kurz vor der Einsatzreife stehen fanden in höheren Lagen – in Richtung des Hochkeil Gipfels perfekte Bedingungen. „Bereits der Anstieg mit den Skiern sowie das Versorgen der Hunde mitten im Gelände waren erste wichtige Trainingselemente für den Realeinsatz“, sagt Herbert Auer, der das Training der Einsatzhunde verantwortete.
Der Nachwuchs blieb rund ums Arthurhaus. „Dadurch, dass sich die Hunde in den Autos ausruhen konnten und nicht – so wie die ‚fertig‘ ausgebildeten Kollegen – in der Kälte und im Schnee auf die nächste Suche warten mussten, waren sie schneller wieder fit und mit viel Spaß bei der Sache“, freut sich Junghunde-Trainer Matthias Leinich über die optimale Infrastruktur und ergänzt: „auch die Ablenkungen durch Schifahrer und Zuseher konnten wir gut in die Ausbildung der Jungen integrieren.“

Neues Einsatzteam
Für Ausbildungsleiterin Carolin Scheiter war dieser Kurs einmal mehr etwas ganz besonderes, galt es doch die Einsatzfähigkeit eines Teams zu überprüfen. „Um die Qualität sicherzustellen und um der Betriebsblindheit vorzubeugen, laden wir uns immer einen fremden Leistungsrichter ein, der die Arbeit des Teams bewertet“, sagt sie. Martin Gut, langjähriger Hundeausbilder der Schweizer Armee und internationaler Trainer und Richter für Rettungshunde reiste eigens aus der Schweiz an, um dem Walser Thomas Alber und seinem Mischlings-Rüden ‚Leo‘ genauestens auf die Finger beziehungsweise auf die Pfoten zu schauen. Nach einer realitätsnahen Suche von drei Personen, welche alle verlässlich lokalisiert und ‚gerettet‘ werden konnten, und einer Prüfung des Gehorsames des Hundes, konnte der erfahrene Schweizer dem Team die wohlverdiente Einsatzreife attestieren. „Für uns Ausbilder ist eine bestandene Einsatzprüfung ebenso eine Freude wie für die Prüflinge selbst. Es ist der Lohn für einen teils harten jahrelangen Weg, der nun hoffentlich in Not geratenen Menschen zu Gute kommt“, freut sich Scheiter.