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DIE ALLGEMEINE AUSBILDUNG


 

UNSER AUFTRAG
Jeder Tag kann eine neue Herausforderung sein! Die Hundeführer der Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel Salzburg (LVHS) sind 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr im gesamten Bundesland Salzburg einsatzbereit. Und unsere Arbeit ist vielseitig: Vermisstensuchen im Sommer zählen ebenso zu unseren Aufgaben wie Einsätze nach Lawinenunglücken. Organisatorisch ist die Staffel dem Katastrophenreferat der Salzburger Landesregierung unterstellt.

DIE AUSBILDUNG
Unsere Einsatzteams haben eine rund dreijährige, intensive Ausbildung hinter sich – sowohl die Hunde als auch ihre Hundeführer. Eine große Begeisterung für ehrenamtliches Engagement ist dabei Grundvoraussetzung: Mindestens 250 Stunden pro Jahr, oft auch deutlich mehr, müssen die Hund-Hundeführer-Teams in die Staffelarbeit investieren. Auf die Hundeführer warten Alpinkurse im Sommer und Winter, Schulungen in lebensrettenden Sofortmaßnahmen sowie Kurse in GPS-, Karten-, Wetter- und Schneekunde. Auch den Vierbeinern fühlt unsere Referatsleiterin regelmäßig auf den Zahn: Die jungen Hunde beginnen spielerisch mit leichten Such- und Anzeigeübungen, für die älteren Hunde stehen komplexe Szenarien in Sachen Nasenarbeit, alpine Unterordnung und Gewandtheit auf dem Programm. Ein Highlight im alljährlichen Trainingskalender ist das Hubschrauberfliegen – auch das „Abheben“ will gelernt sein!

DIE FINANZIERUNG
Um die Arbeit unserer Staffel zu finanzieren, erhalten wir Spenden und Zuwendungen vom Land Salzburg, Städten und Gemeinden sowie von Sponsoren und Gönnern. Doch dieses Geld reicht für die Finanzierung der vielseitigen Aufgaben unserer Einsatzorganisation nicht aus. Daher sind alle Mitglieder der LVHS verpflichtet, an drei zentralen Terminen im Jahr persönlich Spenden zu sammeln. Für die Ausbildung und Ausrüstung sowie für die Fortbildungskurse müssen die Mitglieder der Staffel keine Zuzahlungen leisten, Fahrtkosten werden ersetzt.

INTERESSE?
Jährlich nehmen wir 2-4 neue Hundeführer in die Ausbildung auf, die wenigen Plätze sind sehr begehrt. Bei Interesse an einer Ausbildung informieren Sie sich bitte vorab intensiv über die Anforderungen an Hunde und Hundeführer. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne die Staffelleitung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 


 
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Hundeführer


Hundeführer


DIE AUSBILDUNG DER HUNDEFÜHRER


 

Die alpinistischen Qualifikationen unserer Hundeführer werden jährlich vom Ausbildungsteam des Österreichischen Bergrettungsdienstes überprüft. Auf diese Prüfungen werden unsere Mitglieder intern in intensiven Kursen und Fortbildungen (Winter, Fels, Eis, Helikopter) vorbereitet. Die Ausbildung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen übernehmen unsere Referatsleiter und Ärztinnen sowie das Rote Kreuz im Rahmen von externen Kursen. Die Teilnahme an Hauptausbildungskursen sowie an den Spenden-Sammelterminen ist Pflicht für jedes aktive Mitglied. Und natürlich suchen wir nicht ausschließlich „Bergmenschen“: Ein „gutes Händchen“ im Umgang mit Hunden ist ebenfalls Grundvoraussetzung!

 

FOLGENDE QUALIFIKATIONEN SOLLTEN INTERESSENTEN AN EINER AUSBILDUNG ZWINGEND MITBRINGEN:

Gute körperliche Fitness Sommer/Winter
Fähigkeiten eines guten Tourenskifahrers
Gute alpinistische Fähigkeiten (Berg, Fels, Winter)
Psychische und physische Belastbarkeit
Feingefühl im Umgang mit Hunden und Menschen
Selbstdisziplin, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Loyalität
Begeisterung für ehrenamtliches Engagement
Einteilbares Zeitmanagement

 


 
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Hunde


Hunde


Die Ausbildung der Hunde


 

Idealerweise beginnt die Ausbildung zum Rettungshund bereits im Welpenalter. Es können jedoch auch ältere Hunde in die Ausbildung aufgenommen werden, Auskünfte dazu erteilt die Referatsleiterin. Wir bilden unsere Hunde ausschließlich über Motivation und positive Bestätigung aus. Zwang und Druck gibt es bei uns nicht, doch führen in der Ausbildung langfristig nur Konsequenz und Eindeutigkeit dauerhaft zum Erfolg.
Grundsätzlich ist jeder Hund, unabhängig von seiner Rasse und Herkunft, für eine Ausbildung als Rettungshund geeignet – er muss lediglich die körperlichen und charakterlichen Qualifikationen für die Arbeit mitbringen:

Körperliche Voraussetzungen für ein sicheres, ausdauerndes und zügiges Bewegen im alpinen Gelände sowie im (Tief)Schnee
Grundgehorsam
Mittlere bis hohe Temperamentslage
Hoher Spiel- und Beutetrieb sowie ausgeprägter „Finderwille“
Wesenssicherheit
gute Sozialisierung mit Hunden und Menschen

WIR ARBEITEN IN FOLGENDEN AUSBILDUNGS-SPARTEN

          Flächensuche                               Lawinensuche                                  Mantrailing

 

Die Hund-Hundeführer-Teams werden je nach Ausbildungsstand in A-, B- und C-Hunde eingeteilt, wobei die A-Hunde am Beginn ihrer Ausbildung stehen, die B-Hunde gezielt auf die Einsatzreife vorbereitet werden und die C-Hunde den Einsatztest erfolgreichen absolviert haben.
Die Grundausbildung endet mit der Eignungsprüfung, die das Hund-Hundeführer-Team je nach Ausbildungsstand anderthalb der ersten zwei Jahre nach Beginn der Ausbildung ablegen kann. Die erfolgreich absolvierte Eignungsprüfung berechtigt zum Übertritt von den A-Hunden zu den B-Hunden, eine bestandene Einsatzprüfung befördert das Team zu den einsatzfähigen C-Hunden.
Eine erfolgreich abgelegte Einsatzprüfung in der jeweiligen Disziplin (Fläche, Lawine, Mantrailing) gilt als Nachweis für die erfolgreich absolvierte Ausbildung und verpflichtet das Team zur Teilnahme an Realeinsätzen im Bundesland Salzburg. Zum Erreichen der Einsatzfähigkeit des Hundeführers ist die Erfüllung weiterer Kriterien (z.B. Teilnahme an Ausbildungskursen, Erste Hilfe, Alpintechniken, Konditionsüberprüfung…) erforderlich.