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Wer hat´s erfunden?

Lawinenhundetraining auf Schweizer Art im Heutal

Der Lawinenkurs im Heutal/Pinzgau hat Tradition – und das bereits seit 36 Jahren. Man kennt sich aus in dem beschaulichen Wintersportort – den Heutaler Hof, die Wildalm, den alltäglichen Aufstieg zum Trainingsgelände und das freundliche Team der Heutaler Bergbahnen. Und doch war in diesem Jahr irgendetwas anders… Das muss wohl am Trainerteam gelegen haben! Beim Hauptkurs 2010 übernahm ein Schweizer Expertenteam die zwei Hundeführer-Gruppen. Rolf und Gerlinde Häusermann überwachten mit Argusaugen die Arbeiten der Hund-Hundeführer-Teams und beurteilten die Leistungen jedes einzelnen mit der gewohnt schweizerischen Präzision...

 

„Weniger langsam!!“ hallte es am ersten Trainingstag mehrmals energisch über das Lawinenfeld nahe der Wildalm. Weniger langsam? Aha – schneller also! Die Schweizer sind manchmal schon amüsant – aber schlussendlich unmissverständlich. Rolf Häusermann, Ausbilder der Hundeführer-Rekruten bei der Schweizer Armee, kennt keine Ausreden. Und keine sprichwörtliche schweizerische Gemütlichkeit. Hier wird gearbeitet – und war stets „weniger langsam“ – also flott. Und wer tapfer und ununterbrochen figuriert, schaufelt, sondiert und „hundearbeitet“, der hat auch eine Pause verdient – aber eben nur der… Die Einsatzhundeführer der Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel Salzburg lernten an vier Tagen im Heutal viele neue Facetten der Rettungshundearbeit kennen – und schätzen. Die Arbeit eines jeden einzelnen Hundes wurde vor Ort ausführlich besprochen, Schwächen aufgedeckt und Stärken herausgestellt. Die Einsatzhundeführer gehen mit vielen neuen Anregungen in die kommenden Übungen und Einsätze – danke Rolf!  

Ebenso präzise schaute Staffelmitglied und „Wahl-Schweizerin“ Gerlinde Häusermann, amtierende Weltmeisterin in der Trümmersuche, auf die Leistungen der jungen Hunde. Motivationsanzeigen und Suchen auf bis zu drei Figuranten förderten jeden einzelnen Hund individuell und erweiterten gezielt die Leistungsgrenzen der Vierbeiner.  Die 39-jährige stellte mehrfach die Bedeutung der Figuranten für die Ausbildung der Hunde heraus und betonte: „Wer sich als „Opfer“ fühlt, sollte besser nicht ins Schneeloch gehen. Ich brauche begeisterte Figuranten als Belohnung für die Hunde, keine Opfer!“. Damit war klar – nur wer die Hunde angemessen und mit der nötigen Begeisterung für ihre Arbeit belohnen kann, ist ein würdiger Figurant und „hat die Ehre, den Hund zu bestätigen“. Vier ereignis- und lehrreiche Tage liegen hinter unseren Youngsters – danke Gerlinde!

Ehre, wem Ehre gebührt: An dieser Stelle seien kurz die außergewöhnlich guten Leistungen zweier Hunde herausgestellt, die sich  im Heutal durch konstante und sehr gute Arbeit hervorgetan haben: Silkes zweijährige Deutsche Schäferhündin Mika hat sich in den letzten Monaten von Übung zu Übung konstant gesteigert und drängt sich damit als künftiger Einsatzhund nahezu auf. Sollte Mika´s Leistungskurve bei den kommenden Trainings weiterhin so deutlich nach oben zeigen, wird die junge Hündin sicher bald im Ernstfall zum Einsatz kommen. Und dann ist da noch die Alpha – die fünfeinhalb-jährige Bordercollie-Hündin von Hundeführer Clemens. Der schwarzweiße Wirbelwind befindet sich im Moment „auf dem Zenit ihrer Leistungsfähigkeit“ (O-Ton Hundeführer Clemens) – es ist eine Augenweide, diesem Team bei der Arbeit zuzuschauen!  

Ein herzliches Dankeschön gilt in diesem Jahr unseren Trainern Gerlinde und Rolf Häusermann für ihre Bereitschaft, die Teams vier Tage lang so engagiert und konsequent zu führen. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns bei der einen oder anderen Übung wieder mit eurem Fachwissen unterstützt! Wie in jedem Jahr haben wir uns auch heuer beim Team vom Heutaler Hof sehr wohl gefühlt. Wir danken der Familie Vitzthum für die schöne Unterbringung und die gute Verpflegung. Auch das Team der Heutaler Bergbahnen hat uns wieder hervorragend bei der Arbeit unterstützt – ein „Vergelt´s Gott“ auch dafür.

Fotos dazu in den einzelnen Bildergalerien:

 

 

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